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Der Ablauf der Konzerte hatte eine gewisse Monotonie. Die drei füllten
sich mit Alkohol und rauchten Pot. Vorallem Krist war die ganze Zeit, in der sie
nicht auf der Bühne standen, darauf bedacht sich etwas reizuziehen um
„high“ zu werden. Doch schon bald merkten Kurt und Krist, dass auch
Chad Channing nicht der richtige Mann war und trennten sich von ihm. Doch dies
sollte der letzte Drummerwechsel in der Bandgeschichte bleiben, denn mit Dave
Grohl stiess nicht nur ein knallharter Drummer, sondern auch eine Person in die
Band, die mit Kurt und Krist auf der Bühne zu harmonieren vermochte. Im
Nachhinein beschrieb Kurt diese Zeit, die nun kam, als die Beste in ihrer
Bandgeschichte, da sie zwar im Begriff waren berühmt zu werden, es aber
noch nicht waren. Es war kein Druck von aussen und auch die Stimmung in der Band
war gut.
Im Frühling 1991 begannen die drei mit den Aufnahmen für ihr
zweites Album Nevermind. Während diesen Aufnahmearbeiten kam Kurt mit
Coutney Love zusammen, der Bandleaderin der Gruppe Hole. Zwischen den beiden war
eine Anziehungskraft zu spüren, die man schon beinahe hätte als
magisch zu bezeichnen vermögen. Doch Kurt musste viel Zeit in das neue
Album investieren, auf dem alle Texte und Melodien ausschliesslich von ihm
stammten.
Im November 1991 kam das Album auf den Markt und schoss in den weltweiten
Hitparaden sofort nach oben. Der Song „Smells like Teen Spirit“
wurde pausenlos auf dem Musikkanal MTV gespielt und das Video „In
Bloom“, wurde als eines der besten jemals gedrehten Rockvideos gepriesen.
Mit dem weltweiten Ruhm konnte sich Kurt jedoch nie so richtig anfreunden. Zu
dieser Zeit begannen auch Kurts Drogenprobleme, die böse Folgen für
ihn und die Band hatten. Kurt behauptete, ein Grund für seine Heroinsucht
war sein Bauchgeschwür, dessen quälende Schmerzen im Rausch
nachliessen, und gegen das ihm bis anhin kein Arzt helfen konnte. Doch der
Ursprung ist wohl in seiner unglücklichen Persönlichkeit zu suchen.
Die einzigen Momente, in denen in ihm richtige Zufriedenheit aufkam, war die
Zeit in der er mit Courtney zusammen war. Kurt hatte für Courtney starke
Gefühle und so kam es, dass sie im Februar 1992 heirateten. Doch auch am
Heiratstag konnte es Kurt nicht lassen, und setzte sich vor der Zeremonie unter
Drogen. Doch als Courtney von ihrer Schwangerschaft erfuhr, hörten sie auf
Heroin zu nehmen, was für die beiden wohl nicht ganz leicht war.
Am 18. August 1992 kam Frances Bean Cobain zur Welt. Zu diesem Zeitpunkt
war Nirvana für über ein Jahr nicht aufgetreten, und dies sollte bis
im Juli 93 auch so bleiben. Kurt genoss zu dieser Zeit sein Familienleben,
obwohl dies durch Entzugserscheinungen nicht positiv beeinflusst war. Erst im
Juli 1993 ging Nirvana wieder auf die Bühne, um die Reaktionen auf ihr
drittes Album „In Utero“ zu testen. Obwohl das Album z.T. stark
kritisiert wurde, verteidigte es Kurt bis zum Schluss. Denn es war eine extrem
schwere Aufgabe für Nirvana an den alten Erfolg anzuknüpfen, da das
Nevermind Album innert zwei Jahren Kultstatus erreicht hatte. Ein halbes Jahr
später gab die Band das legendäre „Unplugged in New York“
Konzert, welches auch auf CD zu haben war. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt,
dass es die letzte Platte von Nirvana zu Kurts Lebzeiten sein sollte. Nach einer
abgebrochenen Tour in Italien kehrte Kurt nach Seattle zurück, wo er sich
in seinem Haus verkroch. Am Freitag dem 8. April wurde Kurt von einem Elektriker
tot aufgefunden. Die Ärzte stellten fest, dass Kurt schon seit zwei Tagen
tot war.
Damit war der Welt nicht nur ein Genie verloren gegangen, sondern auch der
Mann, der dem Grunge auf seinen Höhepunkt verhalf. Sein Name wurde zum
Inbegriff dieser Stielrichtung. Doch trotz seines Todes werden die Erinnerungen
an Kurt Donald Cobain nicht verloren gehen. Er schuf mit seiner Musik etwas, das
bisher nur wenige vor ihm zu leisten vermochten. Zwar könnten viele seiner
grössten Erfolge von jeder mittelmässigen Schülerband gespielt
werden, doch vielleicht war es genau diese Simpelheit, die seine Musik so
einmalig machte. Doch noch faszinierender als seine Melodien, war seine Stimme.
Sie kam tief aus ihm heraus und wenn man sie hört, bekommt man das
Gefühl, als würde man seine leidende Seele singen hören.
Verwunderlich ist auch, dass Kurt einen extremen Bekanntheitsgrad erreichte,
obwohl zwischen seinem kometenhaften Aufstieg im November 1991, und seinem
Selbstmord im April 1994, nur 5 ½ Jahre lagen. Und selbst heute noch, drei
Jahre nach seinem Selbstmord, gelingt es seiner Musik von neuem zu
begeistern.
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